TAHKUNA LEUCHTTURM

Fahren Sie weiter in Richtung Kõrgessaare. Nach etwa 2 km sehen Sie den Wegweiser „Tahkuna 11”. Folgen Sie diesem bis Sie zum Tahkuna Leuchtturm gelangen. Achtung: Diese Straße ist überwiegend nicht geteert und im Sommer kann es zu entsprechender Staubentwicklung kommen.

Photo: Tiit Leito
Foto: Tiit Leito / www.fotokogu.com

Der Tahkuna Leuchtturm befindet sich an der Nordspitze Hiiumaas und wurde 1875 fertig gestellt. Er wurde aus vorgefertigten Eisenteilen errichtet, die nach dem so genannten Gordon System zusammengesetzt wurden, um den Transport zu erleichtern. Das Zusammensetzen der Einzelteile soll ein Kinderspiel gewesen sein. Zur gleichen Zeit wurde auch der Ristna Leuchtturm gebaut. Einigen Angaben nach wurden Teile für die beiden Leuchttürme vertauscht, so dass der Ristna Leuchtturm heute etwas kleiner und der Takhuna Leuchtturm etwas größer ist, obwohl es anders herum geplant war. Der Tahkuna Leuchtturm ist etwa 42,5 m hoch, der von Ristna etwa 30 m.

Legenden und Geschichten

Einer Geschichte zufolge, die auf wahren Fakten basiert, aber inzwischen zur Legende wurde, sprang ein russischer Soldat aus Furcht vor den Deutschen vom Turm. Ihm wurde später ein Name gegeben – Nikolai Chizh – und er erlangte den Status eines russischen Kriegshelden.

Viele Kriegsgeschichten ranken sich rund um Tahkuna und ist es sehr schwer zu sagen, was sich wirklich wie zugetragen hat. Historiker sind sich bis heute nicht einig, wie viele Soldaten hier als Kriegsgefangene genommen wurden und wie viele es schafften, mit dem Boot zu fliehen. Zahlreiche Schlachten haben ihre Spuren hinterlassen. Sägereien lehnen Holz aus diesem Gebiet regelmäßig ab, da Reste von Munitionen, die im Wurzelwerk der Bäume eingeschlossen sind, die Maschinen zerstören können.

Umgebung

Viele interessante Sehenswürdigkeiten befinden sich rund um den Leuchtturm. An der äußersten Spitze der Halbinsel erinnert ein Denkmal an ein trauriges Kapitel der Geschichte: Es ist den Kindern unter den Opfern der Schiffskatastrophe der Estonia von 1994 gewidmet. Das Denkmal wurde am 1. November 1995 an Allerseelen eingeweiht und durch Spenden der Bevölkerung von Hiiumaa finanziert.

In Nachbarschaft zum Denkmal befindet sich ein Steinlabyrinth, das stetig wächst. Gebaut von Labyrinth-Liebhabern im Jahr 1997 verweist es auf die Zeiten, als sich hier tatsächlich ein echtes Labyrinth befand (weitere Informationen dazu stehen auf der Schautafel).