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LEUCHTTURMTOUR
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13. SÕRU HAFEN
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15. AUSSTELLUNGSGEBÄUDE DES HIIUMAA MUSEUMS IN KASSARI
16. SÄÄRETIRP
17. KASSARI KAPELLE UND FRIEDHOF
18. VAEMLA WOLLFABRIK ODER DAS UNTERNEHMEN 'HIIU VILL' (DAGÖ WOLLE)
 
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KÄRDLA

Fahren Sie zurück zur Hautstraße, biegen Sie nach rechts ab und fahren Sie auf dieser Straße weiter bis Sie Kärdla erreichen (ungefähr 6 km).

Photo: Tiit Leito
Foto: Tiit Leito / www.fotokogu.com

Dies ist die einzige größere Ortschaft der Insel. Kärdla existierte als kleines schwedisches Dorf wohl bereits im 14. Jahrhundert, aber die älteste erhaltenste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1564. Bevor Kärdla 1938 die Stadtrechte verliehen bekam, war es v.a. für seine Fabriken bekannt. Kertil, Kärtellby, Kertel sind die bekannteren seiner älteren Namen. Einige Orts- und Familiennamen gehen zurück auf die ersten Einwohner Kärdlas, die Schweden. Auch der Name Kärdla kommt aus dem Schwedischen und bedeutet in etwa sumpfiges, feuchtes Tal. Der Nuutri Fluss, der durch Kärdla fließt, bekam seinen Namen von einem Mann oder seinem Hof namens Knud. Kärdla ist eine grüne Ortschaft. Große Gärten hinter den Holzhäusern, Gräben mit fließendem Wasser, viele Bäume, Büsche und Blumen belegen dies. Das alte Kärdla, der Teil der Ortschaft, der sich näher am Meer befindet, ist wie eine eigene kleine romantische Miniaturortschaft für sich selbst. Ein friedvoller Platz, an dem Großeltern die Zeit mit ihren Enkeln verbringen können. Kärdla entwickelte sich besonders rapide weiter, als die Ungern-Sternbergs hier 1829 eine Textilfabrik gründeten. Besonders für ihr qualitativ hochwertiges Tuch aus Wolle war die Fabrik berühmt. 1941 steckten Sowjettruppen auf ihrem Rückzug die Fabrik in Brand und so endete die Geschichte der Textilfabrik abrupt.

Die Stadtplanung und der Wohnungsbau, der von den Verantwortlichen der Fabrik in Gang gesetzt worden war, half dazu beizutragen, ein angenehmes Umfeld zu erschaffen, das man noch heute vorfinden kann (gutes Straßennetz, große Grundstücke und viele Grünanlagen). Mehr über die Geschichte Kärdlas kann man im Hiiumaa Museum erfahren, dessen Ausstellungsraum in Kärdla – auch Pikk Maja (Langes Haus) genannt – sich an einem Ende eines ehemaligen Fabrikhofes in einem Gebäude befindet, das lange Jahre der Sitz des Fabrikleiters gewesen war. Von hier aus führt ein kleiner Pfad direkt zum Badestrand. Alles, was Sie im Strandpark finden können, erinnert an die lange Geschichte Kärdlas (werfen Sie einen Blick auf die dortige Schautafel). Der Hafen von Kärdla, der nur wenige Schritte entfernt lag, wurde während des Krieges zerstört. Aber es ist nach wie vor möglich, am Strand sonnenzubaden oder zu schwimmen. Das Café Rannapaargu im Architekturstil der 1970er Jahre, wurde zu einem Symbol der Insel wie die Kirche von Kärdla aus dem Jahr 1863 oder das Feuerwehrhaus am Keskväljak (Marktplatz). Heute finden Sie darin die Touristinformation, wo Sie alle Informationen zu Hiiumaa und seiner Hauptstadt bekommen können.

Kärdla hat etwa 4000 Einwohner, doch während der Sommermonate gesellen sich zu diesen viele Besucher.

Legenden und Geschichten

Kärdla ist auch berühmt für seine Brücken. Die Silberne Brücke bekam ihren Namen von einer alten Legende: Die Insulaner bauten außergewöhnlich lange an dieser Brücke, so dass der Baron zu ihnen sagte: „Hätte ich mich dafür entschieden, die Brücke aus Silber zu bauen und Euch dafür weniger Zeit zu geben, so wäre der Preis für die Brücke derselbe gewesen!“

 
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