NÜTZLICHE INFORMATIONEN
LEUCHTTURMTOUR
1. VERTRAGS-STEINE UND OTIMÄE STEINGRÄBER
2. PÜHALEPA KIRCHE
3. SUUREMÕISA SCHLOSS
4. SUURSADAM
5. SOERA BAUERNHOFMUSEUM
6. KÄRDLA
7. HÜGEL DER KREUZE
8. TAHKUNA LEUCHTTURM
9. REIGI KIRCHE
10. KÕRGESSAARE-VISKOOSA
11. KÕPU LEUCHTTURM
12. TAL DES ALTEN FLUSSES
13. SÕRU HAFEN
14. ORJAKU VOGEL- BEOBACHTUNGSTURM
15. AUSSTELLUNGSGEBÄUDE DES HIIUMAA MUSEUMS IN KASSARI
16. SÄÄRETIRP
17. KASSARI KAPELLE UND FRIEDHOF
18. VAEMLA WOLLFABRIK ODER DAS UNTERNEHMEN 'HIIU VILL' (DAGÖ WOLLE)
 
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KASSARI KAPELLE UND FRIEDHOF

Fahren Sie den gleichen Weg zurück und biegen Sie bei der Statue von Leiger rechts ab. Fahren Sie etwa 2 km weiter, bis ihnen ein Wegweiser den Weg zur Kassari Kapelle zeigt. Dieser etwa 1,5 km lange Weg ist nicht asphaltiert. Sie passieren das Gemeindezentrum von Kassari (ein weißes Steingebäude zu Ihrer Rechten) und die Windmühle von Ristitee. Halten Sie am Ende des Weges in der Nähe des Einganstores des Friedhofes.

Photo: Hanno Luukas
Foto: Hanno Luukas

Die Kassari Kapelle – die ehemals untergeordnete Kirche der Pühalepa Kirche – ist ein reizendes romantisches Gebäude. Heutzutage gilt sie als die einzige erhaltene reetgedeckte Steinkirche in ganz Estland. Wahrscheinlich stammt sie aus dem 18. Jahrhundert und das Jahr 1801, das über dem Eingang eingraviert ist, steht in Zusammenhang mit größeren Umbaumaßnahmen. Einigen Archivdokumenten zufolge soll hier bereits vor dem heutigen Gebäude eine hölzerne Kapelle gestanden haben, doch weiß man darüber nichts Genaues. Nach der mündlichen Überlieferung gab es einen kleinen Anbau, der als letzte Ruhestätte der Stackelbergs dienen sollte. In Wirklichkeit befindet sich das Familiengrab der Stackelbergs heute neben der Kapelle. Viele andere bedeutende Personen der Zeit- und Kulturgeschichte liegen auf dem Friedhof begraben (lesen Sie die Informationstafel am Eingang). Durch Kunstwerke und Literatur wissen wir von dem Schönen Villem bzw. Villem Tamm, den der Künstler Johann Köler (1826-1899) als Model für Jesus Christus für sein Altargemälde heranzog, das sich heute in der Kaarli Kirche in Tallinn befindet und den Namen „Kommt alle zu mir” trägt. Man kann also sagen, dass hier Jesus Christus begraben liegt...

Während der Sowjetzeit stand die Kirche komplett leer und die Türen waren geöffnet. Zu dieser Zeit gingen auch die Kirchenglocken verloren; eine von ihnen wurde später aus unbekannten Quellen wiedererlangt.

Größerer Schaden wurde Dank der Kolchosen, Liebhaber der Kirche und Denkmalschützer abgewendet, doch trotzdem sah es um die Zukunft der Kirche nicht gut aus. Einige kleinere Gegenstände wurden ins Museum gebracht. Der Lohn dieser Mühen war jedoch, dass die Kirche 1992 zur Freude der Einheimischen und der Besucher wieder eingeweiht wurde.

Legenden und Geschichten

SDer einfache Schweinehüter Vesingi Aadu vom Herrenhaus, dessen Begräbnisstätte direkt neben der seiner Herren liegt, wurde zu einer Art Legende. Da sein einfaches bescheidenes Wesen eng verbunden war mit der Neigung seiner Herren zu harten Bestrafungen, war es fast so etwas wie eine posthume Rache, ihn auf gleicher Stufe mit seinen Herren zu beerdigen.

Aadu besaß ein flottes Mundwerk. Einmal wurde er zu seinem Herren zitiert und er sollte erklären, wie die Schweine ins Getreidefeld kamen. Aadu antwortete: „Wenn schon der allmächtige Gott die Muttersau nicht stark genug machen konnte, um die Schweinchen am Ausbrechen zu hindern, wie soll dann ich die Gabe haben, den Zaun stark genug zu machen?”

 
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