NÜTZLICHE INFORMATIONEN
LEUCHTTURMTOUR
1. VERTRAGS-STEINE UND OTIMÄE STEINGRÄBER
2. PÜHALEPA KIRCHE
3. SUUREMÕISA SCHLOSS
4. SUURSADAM
5. SOERA BAUERNHOFMUSEUM
6. KÄRDLA
7. HÜGEL DER KREUZE
8. TAHKUNA LEUCHTTURM
9. REIGI KIRCHE
10. KÕRGESSAARE-VISKOOSA
11. KÕPU LEUCHTTURM
12. TAL DES ALTEN FLUSSES
13. SÕRU HAFEN
14. ORJAKU VOGEL- BEOBACHTUNGSTURM
15. AUSSTELLUNGSGEBÄUDE DES HIIUMAA MUSEUMS IN KASSARI
16. SÄÄRETIRP
17. KASSARI KAPELLE UND FRIEDHOF
18. VAEMLA WOLLFABRIK ODER DAS UNTERNEHMEN 'HIIU VILL' (DAGÖ WOLLE)
 
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ORJAKU VOGELBEOBACHTUNGSTURM

Fahren Sie auf derselben Straße zurück bis zum Wegweiser nach Emmaste und folgen Sie diesem. Nach einigen Kilometern haben Sie Emmaste erreicht (Gemeindehaus links, Geschäft und Cafeteria rechts). Fahren Sie weiter in Richtung Käina bis zum Wegweiser nach Orjaku und biegen Sie hier rechts ab. Fahren Sie durch Puulaiu und bleiben Sie auf der Straße, bis Sie links einen Aussichtsturm erkennen.

Photo: Tiit Leito
Foto: Tiit Leito / www.fotokogu.com

Das Dorf Orjaku – klein, aber sehr dynamisch mit Tourismusunternehmen, Hafen, Naturlehrpfad und Vogelbeobachtungsturm – wurde im selben Jahr wie Sõru erstmals erwähnt, und zwar 1254 in den Dokumenten zur Aufteilung Hiiumaas.

Den Vogelbeobachtungsturm mit seiner leicht orientalisch anmutenden Form kann man schon von weitem sehen. In der Nähe des Turms befindet sich auch ein kleiner Leuchtturm.

Nahe des Beobachtungsturmes verläuft ein Naturlehrpfad (eingerichtet 1995, Länge 1.5 km). Aber am besten Sie gehen erst einmal auf den Turm und genießen den Blick über die Käina Bucht. Die Käina Bucht ist Teil des Kassari Schutzgebietes, das 2572 ha Landfläche und 950 ha Meeresfläche umfasst. Die Bucht, die Hiiumaa von der ehemals eigenständigen Insel Kassari trennt, ist bestens geeignet zur Vogelbeobachtung. Seit 1998 hat sie den Status als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung. Die Bucht ist im Grunde genommen ein Küstensee mit vielen kleinen Inseln (23, um genau zu sein). Die Wassertiefe ist sehr gering, doch am Grund der Bucht lagert sehr viel Schlamm, der sich vor etwa 2000 Jahren zu bilden begann. Die Qualität des Schlammes ist vergleichbar mit dem berühmten Heilschlamm von Haapsalu. Obwohl der Schlamm schon 1897 im Selja Krankenhaus genutzt wurde, hat Hiiumaa bis heute kein eigenes Sanatorium. Aber die Bedeutung der Heilschlammanwendung bei therapeutischen Behandlungen wächst von Jahr zu Jahr.

Fast 100 Vogelarten nisten im Bereich der Käina Bucht. Während der Zugzeiten halten sich hier bis zu 20000 Enten auf. Andere interessante Arten sind der Kormoran (man achte auf die silbrig scheinenden Bäume auf den Inseln), der Säbelschnäbler, die Bartmeise und die Rohrdommel. Auch ein Paar des Seeadlers brütet ganz in der Nähe. Bei den Fischen sind Plötze und Barsche am häufigsten vertreten, die Bucht ist aber auch ein bedeutender Laichgrund für die Goldorfe.

Auf der gegenüberliegenden Seite kann man die Jausa Bucht erkennen, doch besser kann man die dörfliche Umgebung mit einem kleinen Hafen sehen. Im Gebäude unter dem Beobachtungsturm befindet sich eine kleine Ausstellung zum Gebiet der Käina Bucht.

 
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